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Eloxieren Ist das elektrische Oxidieren von Metalloberflächen. Dabei wird durch einen elektrochemischen Prozess die Oberfläche des Metalls chemisch umgewandelt und bis zu einer gewissen Dicke porös. Nach dem Eloxiervorgang werden die Poren durch Versiegeln geschlossen und die chemische Zwischenverbindung in ihre Endform überführt. Taucht man das Bauteil vor dem Versiegeln in ein passendes Färbemittel, so lagert sich dieses in den Poren ein und wird mitversiegelt.
Vorteil: extrem harte, kratzfeste Oberfläche

Feuerverzinken Stahl wird in Säure gebeizt, aufgewärmt und im ca. 450° heissen Zinkbad getaucht. Es ist zu beachten dass :
* alle Hohlräume mit Entlüftungs- bzw. Durchflutungslöchern zu versehen sind ( Platzen der Teile durch Überdruck ) Loch-Ø ca. 1/5 des Rohrquerschnittes.
* Alle Teile müssen rundum verschweisst werden, wegen der Säure, die in die Überlappungen fliesst und nachher Rost hervorruft.
* Schweissnähte meist sich stark abzeichen, durch örtlich dickere Zinkschicht (das Silizium in der Naht zieht mehr Zink an. TIG-Schweissen oder oxidierende / rutilsaure Elektroden anwenden).
Nachteil :Vorhandene Spannungen im Bauteil lösen sich und ergeben meist Verzug. Oberfläche kann rauh und griesig sein. Farbe haftet auf frischer ( silbrigglänzend ) Verzinkung sehr schlecht, Abwitterung nach 1 bis 2 Jahren ( dunkelgrau matt ) oder vorgängig Staubstrahlen Vorteil : Sehr guter Rostschutz, auch in Hohlräumen geschützt. Kleine Beschädigungen werden vom Zink (Opfermetall) selbst "ausgebügelt". Sehr günstig auch für grosse Teile. Alte Teile mit Hohlräumen, sind meist problematisch, da Rost, Schmutz, Hohlraumversiegelungen usw. nur sehr schlecht zu entfernen sind. Der Schutz durch Zink ist dann nicht gegeben.

Nasslackierung Generell sind die Farben gut aufzurühren oder zu schütteln. Alte Farben können nicht mehr richtig trocknen. Einkomponentenfarben (ohne seperaten Härter) sind gut und günstig. Zweikomponentenfarben härten schneller durch und haften besser, sind jedoch teurer. 2K- Farben können mit 1K übermalt werden. Jedoch löst eine 2K-Farbe, die 1K-Farbe meistens auf. Auftrag durch Pinsel, Rollen oder Spritzen.
[Primer / Reaktionsprimer]
Haftgrundierungen die nur dünn aufgetragen werden. Benötigen anschliessend eine Grundierung. "Ätzen" die Oberfläche an und haften somit besser.
[Einbrennlackierung]
Meist in einem Industrielackierwerk ausgeführt. Nasslack wird elektrostatisch aufgespritzt, teils mit optiogesteuertem Roboter. Werkstück durchläuft in einer Endlosförderanlage: Entfettung, Trocknung, Grundierung, Einbrennkabine mit ca 130°, Abkühlung, Decklackierung, Einbrennkabine. Schichtdicke etwas dicker als Autolackierung, jedoch dünner als Pulverbeschichtung. Oberflächenfinish liegt auch dazwischen. Kanten decken jedoch viel schlechter als bei Pulverbeschichtung. Hochwitterungsbeständige Farben auf Silikonpolyester-Basis sind möglich, d.h. die Farbe kreidet fast nicht aus. Glanzgrad von matt bis hochglänzend möglich, normal ist ca. seidenglanz. Ein Ausbessern von Lackschäden ist relativ gut möglich.

Pulverbeschichtungen Eignen sich sehr gut für den Korrosionsschutz und auch für den Brandschutz von Stahl- und Aluminiumbauteilen. Diese Beschichtungen haben in der Regel eine geringe Härte.

Polyurethan-, Epoxyd-, Polyester- Pulver werden elektrostatisch aufgesprüht und bei ca 180° im Ofen verschmolzen. Vorteile : sehr gute Haftung, an Kanten wird mehr Farbe aufgetragen, gute Beständigkeit, eher dicke Schicht, günstig. Glanzgrad von matt bis glänzend möglich, normal ist ca. seidenmatt. Ein Ausbessern von Lackschäden ist fast nicht möglich, ohne sichtbare Stellen zu hinterlassen.

Sandstrahlen [Sandstrahlen]
Mit Elektrokorund. Die Grösse des Kornes und der Druck, muss der Dicke des Werkstückes angepasst werden. Farbe und Rost kann gut entfernt werden. Jedoch nicht Unterbodenschutz bzw. weiche Schichten. Mechanische Teile müssen akribisch gegen Sandeindringen geschützt werden, sonst können kapitale Schäden auftreten.
[Stahlstrahlen]
Mit kleinen Stahlkugeln. Nur für dicke Teile anwendbar.

Sendzimirverzinken Im Durchlaufverfahren feuerverzinktes Stahlblech kaltnachgewalzt. Dicken bis 3mm erhältlich. Durch das Kaltwalzen bekommt das Blech seine glatte Oberfläche. Die Zinkblumen sind noch leicht sichtbar. Verwendung meist ohne weitere Oberflächenbehandlung, da die Farbe sehr schlecht haftet. Kann abgekantet werden ohne Zinkabplatzungen. Die Schnittkanten werden meist nicht nachbehandelt.

Verzinken [blau]
Galvanisch verzinkt und blau passiviert. Häufigste Oberflächenbehandlung auf Schrauben usw. Kleinteilen. Nur minimaler Rostschutz. Haltbarkeit an Bewitterung ca. 1 Jahr. Nicht beständig gegen Salzwasser. Günstig.
[gelb]
Galvanisch verzinkt und gelb chromatiert. Wird immer häufiger angewendet, da der Rostschutz ca. 3,5 mal besser ist. Oberfläche meist wolkig mit violettstich.
[Verzinktes Stahlblech / ZINKOR]
Galvanisch verzinktes Stahlblech, chromatiert und phosphatiert (hellgrau matt). Dicke bis 3mm. Trotz der Zinkschicht gut schweissbar. Bei hohlraumbildenden Konstruktionen sehr vorteilhaft. Farbe hält sehr gut durch die Phosphatierung. Günstig. Nicht zu verwenden bei anschliessender Feuerverzinkung.